\ Ratgeber
 \ Smarte Ausstattung
Die Ausstattung: Was Smart Home & Co kosten

In unserem dritten Blogbeitrag zum Thema Gebäudekosten schauen wir uns an, was – speziell hinsichtlich der Kosten – „in, hinter und vor“ den Wänden steckt und was hier die Kostentreiber sind. Die (technische) Ausstattung und Ausrüstung eines Hauses spielt beim Preis eine große Rolle, sollte dementsprechend gut überlegt und vor allem im Vorfeld geplant werden – denn auch wenn die Kosten für das Smart Home das Hausbudget stark belasten, ist ein nachträgliches Aufrüsten extrem schwierig (und meist viel teurer).

Folgende Aspekte sind im Budgetplan zu berücksichtigen:
1. Heizungssystem
2. Klimaanlage
3. Kontrollierte Wohnraumlüftung
4. Elektrosystem
5. Designelemente und Lichtplan

1. Heizung

Moderne Technik, alternative Energiequellen aber auch gesetzliche Vorgaben machen es nötig, sich mit den verschiedenen Heizsystemen auseinander zu setzen. Gas, Strom oder doch lieber Erdwärmepumpe ist auch eine Frage des Gewissens, aber vor allem des Budgets. Gesetzlich vorgesehen ist zudem in Wien, „der Einsatz hocheffizienter (im Speziellen: alternative und erneuerbare) Energiesysteme“, allerdings muss dies ökologisch, technisch und wirtschaftlich realisierbar sein. Soll heißen: Dort wo möglich und kostenmäßig vertretbar muss beim Neubau zu alternativen Energiequellen gegriffen werden.

Konkrete Preise der einzelnen Heizsysteme zu nennen ist schwierig, aber es lässt sich sagen, ob das gewählte System eher günstig oder eben teurer ist. Generell gilt: Was günstig in der Anschaffung ist (siehe gleich die nachfolgende Aufzählung) ist teuer im Betrieb, sprich die Heizkosten pro kWh sind höher – und umgekehrt.
• In der Anschaffung am günstigsten sind die Ölheizung sowie die Gasheizung – bei letzterer allerdings ist zu prüfen, ob am Baugrund ein Gasanschluss vorhanden ist, sonst muss man allein dafür in etwa mit Kosten von 15.000 Euro rechnen.
• Mehr zahlen – auch in der jährlichen Wartung – muss man bei Pellet- und Hackschnitzelheizungen, ebenso für Luft- und Erdwärmepumpen, die allerdings im Betrieb wirtschaftlicher sind und sich nach einer Laufzeit von rund 10 bis 15 Jahren amortisiert haben sollen.

2. Klimaanlage

Hier gilt es zu wählen zwischen so genannten Splitgeräten, sprich einem oder mehreren Geräten, die in den einzelnen Räumen aufgeteilt werden; und Flächenkühlsystemen – also Kühlwände und –decken, die über Wärmepumpen betrieben werden. Hierbei werden wie bei einer Bodenheizung Schläuche verlegt – allerdings in den Wänden oder in der Zimmerdecke – durch die im Sommer kaltes Wasser fließt. Die so erreichte Kühlung wird meist als angenehmer empfunden; allerdings kostet diese Variante rund doppelt so viel wie die Geräte, da massive bauliche Maßnahmen mit dem Einbau einhergehen. Im Betrieb sind Flächenkühlsysteme allerdings wiederum deutlich günstiger als Standgeräte.

3. Kontrollierte Wohnraumlüftung

Moderne Häuser sind hinsichtlich Energiedämmung und Luftaustausch aufs Äußerste optimiert. Die guten Energiewerte (und die damit einhergehende Einsparung beim Heizen) gehen aber ein Stück weit verloren sobald der Mensch ins Spiel kommt und unkontrolliert Fenster öffnet und ggf. über viele Stunden lüftet. Um auch diesen Unsicherheitsfaktor auszuschalten macht es durchaus Sinn, eine kontrollierte Wohnraumlüftung vorzusehen, bei der laufend, kontrolliert und gefiltert Frischluft von außen zugeführt wird ohne dabei Heizungswärme abzugeben. Die Kosten dafür sind mit rund 20.000 bis 30.000 Euro für ein ca. 250 Quadratmeter großes Haus einzuplanen.

4. Elektrosystem

Die Kosten für das Elektrosystem machen in etwa 3 bis 5 Prozent der gesamten Baukosten aus – wobei es wie immer nach oben keine Grenzen gibt. Zur Auswahl stehen die analoge Schaltung der Hauselektrik oder das so genannte Bussystem, bei dem mittels zentraler Steuerung die Elektroanschlüsse des Hauses bedient werden. Die Vorteile liegen u.a. in der flexiblen und komfortablen Möglichkeit, viele Funktionen zentral, per Telefon oder Internet von der Ferne zu bedienen und in einer vielfältigen Kosten- und Energieeinsparung durch intelligente Programmierung. Die Kosten beim Einbau sind etwa doppelt so hoch wie die jene der analogen Elektrik.

5. Designausstattung und Licht

Auch bei der Ausstattung der Räume warten noch einige mögliche Kostentreiber, wobei es hier nicht um die Einrichtung als solche geht, sondern um die bauliche Gestaltung der Wände und Zimmer. Eine Stein- oder Holzfassade etwa kostet zwischen 500 und 1.000€ pro Quadratmeter, je nach konkretem Material, Optik, Gewicht und Format.
Auch das Lichtkonzept ist noch ein wesentlicher Punkt im Budgetplan; Spots in den Wänden oder an der Decke sind relativ günstig; möchte man echte Designlichtkörper haben, muss man mit rund 1.000€ pro Objekt rechnen.