\ Katalin
Katalin / Ex-Soldatin
Ich kaufe es nur, wenn Du mir versprichst, dass man darauf ein cooles Haus hinbauen kann.
Ohne Einschränkungen zu bauen klingt nach einer Menge Spaß. Aber richtig spannend wird die Planung eines Hauses, wenn der Platz begrenzt ist.
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Das Haus ist noch im Bau, die Dinge gehen ihren Gang, Katalin ist zufrieden. Und das, obwohl der Plan ursprünglich ein völlig anderer war bevor, wie so oft das Leben dazwischen kam. Also wurde es nicht das lange erträumte und vorgesehene Mehrfamilienhaus mit Freunden, sondern ein Kleingartenhaus. Auf einem Baugrund mit einer besonderen Geschichte, dessen Kauf an eine Bedingung für den Architekten geknüpft war. „Ich kaufe es nur, wenn Du mir versprichst, dass man darauf ein cooles Haus hin bauen kann“. Die Voraussetzungen waren nicht luxuriös – die Aufgabe dementsprechend spannend. Ein Wunschhaus, verpackt in ein Kleingartenhaus, mit wenig Platz zur Verfügung und dem ausgeprägten Wunsch nach viel Licht.

Das „… wird schon gut gehen“ hat sich im Lauf der Zeit in ein „dass es so gut geht hat mich doch überrascht“ verwandelt.

Viel Licht, viel Luft, das Gefühl von Weite. Shiva möchte nach draußen, wir reden beim Gehen weiter. Die Weimaranerin besitzt neben ihrer Schönheit und Eleganz einen speziellen Charakter. Wie alle Vertreterinnen ihrer Rasse souverän, selbstbewusst, intelligent. Stimmt es eigentlich, dass es einen Hund mit ähnlichen Attributen schon zu Zeiten Ludwigs IX. im 12. Jahrhundert gegeben hat? Katalin lacht, das weiß ich nicht. Shiva interessiert sich auch nicht für diese Frage und biegt ab in die Weinberge.

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Zurück zum Wunschhaus. Wie man seine Pläne ad acta legt, aber trotzdem seine Wünsche erfüllt? Die Suche nach einem optimalen Partner ist ein wenig wie Onlinedating, man durchforstet jede erdenkliche Architekturseite im Internet, um sich einen Überblick zu verschaffen, um zu sehen, wie Architekten arbeiten. Das war in diesem Fall nicht anders. Nach 20 Kandidaten in der engeren Auswahl tatsächlich den einen gefunden, bei dem das Bauchgefühl angesprungen ist. Und die Erkenntnis gewonnen, dass Hausbauen keine Katastrophe ist. „Wenn das so ist, bau ich gern noch fünf Häuser, absolut keine Frage“. Das „… wird schon gut gehen“ hat sich im Lauf der Zeit in ein „dass es so gut geht hat mich doch überrascht“ gewandelt. Vor allem weil der Architekt schnell verstanden hat, wo die Bedürfnisse der Familie lagen. Die Position des Hauses am Grundstück, die generelle Raumaufteilung wurden konzeptionelle erarbeitet, direkt an einem Tisch, gemeinsam, „das geht, aber es geht nur, wenn man einander vertrauen kann“. So arbeitet man sich von Raum zu Raum weiter, von Ebene zu Ebene und nach drei Monaten ist der Entwurf fertig. Inklusive einem Abgang in den Keller. „Da, wo unser Sohn seinen eigenen Bereich haben wird, wenn er in die Pubertät kommt“. Der Sohn ist gerade einmal ein Jahr alt, ein Haus zu bauen, das mit der Familie mit wächst ist offenbar ein längerfristiges Projekt.

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Das Konzept war klar –
make the most of it.

Zu guter Letzt landet man dann beim Kleingedruckten. „Das wirklich Schöne war – wir hatten die ganze Zeit dieses Gefühl der Transparenz“. Was wird es kosten, was ist im Preis enthalten und hält diese Abmachung auch im Eifer der Bauarbeiten? Schön, dass sich das Bauchgefühl bestätigt. Und wenn alles fertig ist? „Das erste, was wir nach der Fertigstellung tun werden, steht schon fest: Wir werden sitzen und rausschauen. Der Ausblick vom ersten Stock ist einfach herrlich, das sieht man jetzt schon“.

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